Клаус Кенет: Изповедта на един германец избрал Православието – видео част 1-3 ╰⊰¸¸.•¨* Bulgarian

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HIPPIES MET ORTHODOXY

Клаус Кенет

Изповедта на един германец избрал Православието

видео част 1-3

Клаус Кенет е музикант, проповедник, писател. Книгата му „2 млн. километра в търсене на любовта“ излезе на български език през 2008 г. В нея той разказва живота си в Тибет и Индия, търсенето на истината и щастието в екзотичните пътувания и духовни учения преди да срещне православието…

Вяра и общество – 23 юни 2012г.***„Аз съм най-щастливият човек в Европа заради моята православна вяра“ – интервю на Иво Стефанов с Кенет Клаус, автор на книгата „2 милиона километра в търсене на любовта“.

част 1

част 2

част 3

Klaus Kenneth: Zwei Millionen Kilometer – Unterwegs auf der Suche nach der Wahrheit

Klaus Kenneth: Zwei Millionen Kilometer

Unterwegs auf der Suche nach der Wahrheit

Zwölf Jahre zog Klaus Kenneth in Europa, Asien und Südamerika umher. Auf der Suche nach der Wahrheit, Frieden und Liebe. Der Weg war gefährlich und voll Enttäuschungen, Hass, Drogen und Tod. Leer und enttäuscht von Philosophien, Lehren und Religionen kehrte er zurück, um endlich bei Jesus Christus Frieden für seine verletzte Seele zu finden.

Die lange Suche führte Klaus Kenneth von Indien nach Tibet, durch Thailand, zu vielen arabischen Ländern, nach Israel und schliesslich von Brasilien bis Alaska. Kenneth war sowohl überzeugter Kommunist wie Atheist, zog als Hippie herum, nahm über Jahre Drogen, suchte sein Glück bei den grossen Weltreligionen wie Hinduismus, Buddhismus, Islam und dem Schamanentum und landete schliesslich in der Esoterik und dem Okkultismus. Doch nichts konnte die Leere seiner Seele füllen, bis zu dem Tag als er eine dramatische und persönliche Begegnung mit dem „unbekannten“ Gott hatte und auf wunderbare Weise gerettet wurde.

Geboren unter schlechten Vorzeichen

Seine Mutter und Grossmutter waren bereits okkult vorbelastet. Geboren Wurde er 1946 irgendwo auf der Flucht vor der Roten Armee in einem Stall. Seine Familie hatte kein Zuhause mehr. Sie wurde vertrieben und litten Hunger. Seine Mutter musste fürs Essen betteln gehen. Doch Klaus Kenneth überlebte diese Not. Liebe und Geborgenheit aber kannte er in seiner Jugend nicht. Bitterarm wuchs er auf. Sein Vater verliess die Familie, und die Mutter war immer kalt und ablehnend ihm gegenüber. Sie konnte ihm keine Liebe geben, denn eigentlich wollte sie keine Kinder.

Schon als kleiner Junge flüchtete Kenneth nachts von zu Hause, wandelte auf den Dächern, durch Friedhöfe und Wälder. Bei Morgengrauen kehrte er zurück. In dieser Zeit der inneren Einsamkeit suchte er nach starken Emotionen als Ersatz für die Eltern. Er wuchs ohne Freude und Liebe auf, ohne ein richtiges Zuhause, ständig in Angst und voller Hass auf die Erwachsenen.

Ein Leben voller Hass

Die Erwachsenen spielten mit ihm, erzählt Kenneth. Als Kind war er ihnen ausgeliefert. Er wurde geprügelt und missbraucht. Einmal wollte die Mutter sich mit samt ihren Kinder umbringen. Sie schloss sich mit ihnen in der Küche ein und drehte den Gashahn auf. Doch überlebten sie alle.

Immer mehr wuchs sein Hass auf seine Mutter und Mitmenschen. Er wollte Sich an allen rächen, die ihm weh taten. Schliesslich folgte er seinem eigenen Gesetz und wurde ein Gesetzloser, wild, unbeugsam und voller Hass. Seine Weiterlesen „Klaus Kenneth: Zwei Millionen Kilometer – Unterwegs auf der Suche nach der Wahrheit“

Das orthodoxe Wiedererwachen in Rußland im Vergleich zum Westen – Priestermönch Seraphim Rose, Kalifornien, USA (+1982)

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COMING HOME – ORTHODOXY

Das orthodoxe Wiedererwachen

in Rußland im Vergleich zum Westen

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Priestermönch Seraphim Rose,

Kalifornien, USA (+1982)

Auszug aus: Der Königsweg in der Postmoderne-Priestermönch Seraphim Rose. Edition Hagia Sophia

Der Kollaps der Ideologie

Als erstes sehen wir in Rußland den Zusammenbruch einer allgemein geglaubten Ideologie, auf der die Gesellschaft gründet und die sie in Gang hält. Der Beginn des religiösen Erwachens in Rußland wird unabänderlich von einem Verlust an Vertrauen und an Glauben in den Kommunismus begleitet — und dieser vorerst nicht als politisches und ökonomisches System, sondern als ein Glaube. Dies ist natürlich, weil der erste Artikel des kommunistischen Glaubens der Atheismus ist, jene „Staatsreligion“ der UdSSR, die nur als Ersatz für den Glauben an Gott Sinn macht. Glaube an Gott ist natürlich mit Unglauben gegenüber dem Atheismus und dem Kommunismus verbunden und gerade deshalb ist das religiöse Wiedererwachen in Rußland heute nicht etwas schlichtweg Persönliches, sondern es nimmt den Charakter einer nationalen Bewegung an.

Auf den ersten Blick mag es den Anschein haben, daß unsere Situation im Westen nicht sehr anders ist. Auch im Westen sehen wir den Kollaps der allgemein geglaubten Ideologie des Fortschritts, der Demokratie und der so genannten „Aufklärung“ — eine verweltlichte Religion, die bis in die Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts fraglos von jedermann in Amerika und im westlichen Europa angenommen worden ist. Die „Beat-“ und „Hippie“-Bewegung der 50er und 60er Jahre waren nur der Anfang für eine Haltung der Desillusionierung, die jetzt in der westlichen Gesellschaft weit verbreitet ist — und dies so sehr, daß ein Sprecher wie Solschenizyn dem Westen frei heraus sagen kann, er habe den Willen verloren, gegen den Kommunismus zu kämpfen, weil wir keinen Glauben in unser System haben, der tief genüg wäre.

Endstation der Zivilisation

Zusammen mit dem Verlust des Vertrauens in eine allgemein geglaubte Ideologie ist sowohl in Rußland als auch im Westen die Empfindung gereift, daß die Zivilisation an eine Endstation gelangt ist. In Rußland ist da das Gefühl, der Kommunismus sei am Ende als eine Macht, die nur noch eine kleine Gruppe unbarmherziger Fanatiker begeistern kann und daß der Kommunismus nur noch als nackte Kraft aufrecht bleibt — in der Armee und in der geheimen Staatspolizei. Im Westen ist das Fehlen des Willens, was Solschenizyn richtig diagnostiziert hat, ein direktes Ergebnis des Gefühls, daß der Westen keine Ideologie mehr hat, für die es zu sterben wert wäre.

Suche nach dem Glauben

Schließlich haben der Zusammenbruch der allgemein geglaubten Ideologie und die Empfindung der Endstation, wozu dies führt, sowohl Rußland als auch den Westen zu einer Suche gebracht, um in der Form eines religiösen Glaubens daraus herauszufinden. Es gibt zweifelsohne mehr Interesse an Religion, mehr Gespräche (über das Christentum wie über nicht christliche Religionen) sowohl in Rußland als auch in der freien Welt als je zuvor seit Jahrhunderten. Von diesen Gesprächen beziehen sich in Rußland wahrscheinlich die meisten auf die Orthodoxie. Auf diese Bewegung des religiösen Wiedererwachens möchte ich unsere Aufmerksamkeit nun lenken, und dabei zunächst auf Rußland und danach darauf schauen, wie Rußlands Erfahrung uns im Westen betrifft.

Eine typische Bekehrung

Laßt uns zuerst auf die Bekehrung eines Menschen in Rußland schauen. Die wir zur Orthodoxie bekehrte Konvertiten sind, können wir unsere eigene Erfahrung, zum Glauben zu kommen, mit dieser typischen Bekehrungserfahrung in Sowjet-Rußland vergleichen und in Kontrast stellen. Und jene, die „orthodox geboren“ sind, können umso mehr lernen, den Glauben als Schatz zu bewahren, wenn ihr seht, durch welche Qualen ein Mensch oft geht, um ihn zu finden. Dies ist die Erfahrung von Juri Maschkov0, ein vor drei Jahren aus Rußland emigrierter. Er wurde eingeladen, anläßlich des Russia Orthodox Labor-Day Conference in New Jersey im Jahre 1978 zu sprechen, gerade drei Monate, nachdem er in Amerika angekommen war. Ich werde einen Teil seiner Rede zitieren und dabei meine Kommentare dazu abgeben. Er beginnt damit, als er eingeladen wurde, eine Rede zu halten, „bin ich verstört gewesen. Es schien mir, daß ich euch nichts zu sagen habe. Die erste Lebenshälfte verbrachte ich als Student und die zweite Lebenshälfte brachte ich in Gefängnissen und politischen Konzentrationslagern im Gulag zu. Was kann ich den Leuten schon sagen, die gebildeter als ich sind, die ja selbst besser über die Ereignisse in der Sowjetunion informiert sind?“

Bereits hier tritt ein schlagender Kontrast zur Erfahrung von uns westlichen Konvertiten, aber auch der meisten Russen im Westen, auf. Für gewöhnlich haben wir viele Bücher über die Orthodoxie gelesen (wenn wir an unserem Glauben interessiert sind), und wir haben ein breites theoretisches Wissen darüber. Sodann haben wir eine sichere Kindheit und keine Erfahrung mit Repression oder mit dem Gefängnis gemacht. Doch ist dies ein Mensch, der unfreiwillig spricht, und dies nicht aus Bücherwissen und nach einer sicheren Vergangenheit, sondern schlicht aus seiner eigenen Erfahrung im Leiden. Bereits hier können wir etwas lernen.

Er fährt fort: „Darum habe ich mich entschlossen, meine Rede nicht niederzuschreiben, sondern zu sagen, was auch immer Gott mir in meine Seele eingibt. Und als wir dann aus Bridgeport, Connecticut, forteilten in einem prächtigen Auto über die erstaunlichen Autobahnen inmitten einer üppigen Natur, da begriff ich, daß mein ganzes im Geistlichen quälendes Leben im kommunistischen ‚Paradies‘, mein Weg vom Atheismus und vom Marxismus zum orthodoxen Glauben und zum russischen Nationalismus hin die einzige Information mit Wert ist, die euch interessieren kann. Mein Leben ist nur insofern von Interesse, als es ein Tropfen in den Ozean der religiösen und nationalen Wiedergeburt Rußlands ist.“

Auch hier können wir im Westen einen großen Unterschied zu unserer eigenen Erfahrung empfinden. Einige dieser Punkte mögen wie kleine Details erscheinen, doch sie offenbaren unseren geistlichen Zustand sehr. Wir im Westen haben gelernt, prächtige Autos, Autobahnen und die schöne Natur als gegeben hinzunehmen — wir würden keinen Kommentar über dergleichen abgeben. Doch solche Dinge, welche die Annehmlichkeit des Lebens in unserem Amerika darstellen, sind in der Sowjetunion unbekannt. Kürzlich sprach ich mit einer Emigrantin aus der UdSSR, und sie sprach von einer Verlogenheit und vom Verbrechen im heutigen Rußland, was uns in der freien Welt nahezu unbegreiflich ist: Sie liegt darin, daß ein Schriftsteller schön über die Blumen auf einem Feld sprechen und dabei die Tatsache verschweigen kann, daß dieses Feld der Ort von Folter und Ermordung unschuldiger Leute war. Ganz Rußland ist mit solchen Plätzen übersät. Und an einem dieser Orte, beim Konzentrationslager von Solovki werden die Touristen gewarnt, „auf den Wegen zu bleiben“ —, weil einige davon weggegangen sind und unerwartet menschliche Knochen fanden, die aus der Erde herausragten —, Überreste von Tausenden, die dort ermordet wurden. Wenn dies die Erfahrung eures Landes ist, dann könnt ihr euch nicht mit prächtigen Autos, Autobahnen und der Natur wohl fühlen. Dann ist da ein Schmerz in eurer Seele, der nach etwas Tieferem sucht.

„Ich wurde (fährt er fort) im blutigen Jahr 1937 im Dorf Klishev geboren, fünfundvierzig Kilometer von Moskau entfernt (in der Gegend von Ryazan). Mein Vater war von Beruf Schmied und starb im Krieg. Ich habe keine Erinnerungen an ihn. Meine Mutter arbeitete an mehreren Stellen, und sie war der Religion gegenüber gleichgültig. Ja, meine Großmutter war religiös, doch sie hatte in meinen Augen keine Autorität, weil sie vollauf Analphabetin war. Selbstverständlich wurde ich als Kind getauft, doch in meinen Schuljahren nahm ich mein Kreuz ab und bis zum Alter von 25 Jahren war ich überzeugter Atheist. Nachdem ich die siebenjährige Primarschule absolviert hatte, hatte ich das gut Glück, in Moskau in die höhere Schule für Kunst und Industrie einzutreten (in die frühere Stroganov Schule). Dort studierte ich fünf Jahre von sieben. So hat mein Leben äußerlich sehr erfolgreich begonnen … Mit der Zeit sollte ich das Diplom eines Künstlers erlangt haben und imstande, überall zu arbeiten, wo ich wollte.“

Dies ist ein typisches sowjetisches Leben — doch wie ernüchternd im Vergleich zu unserem wohl behüteten Leben in Amerika! Geboren in den „blutigen“ Jahren, nicht eines Krieges mit einem äußeren Feind, sondern von Stalins Säuberungsaktionen und Liquidationen, hat er den Vater im Krieg verloren und wuchs in einer Atmosphäre des Atheismus auf (wenn auch mit Erinnerungen an die orthodoxe Vergangenheit, insbesondere an die Taufe). Er hatte eine gute Zukunft in Aussicht in jenem sowjetischen Schulsystem, das so sehr auf Wettbewerb ausgerichtet ist. Dies alles ist eine weitaus andere Erfahrung als diejenige der Jugend unserer westlichen Welt. Doch dann stieß ihm etwas zu.

„Doch das langweilige Sowjetleben und die fehlende geistliche Befriedigung ließen mir keine Ruhe. Irgendwann am Ende des Jahres 1955, als ich 19 war, geschah etwas äußerlich Bemerkenswertes, das mein Leben auf den Kopf stellte und mich (schließlich) hierher brachte. Dieses Ereignis geschah in meiner Seele und bestand aus der Tatsache, daß ich begriff, in welcher Art Gesellschaft ich da lebte. Ungeachtet aller nackten sowjetischen Propaganda verstand ich, daß ich unter einem Regime absoluter Rechtlosigkeit und bedingungsloser Gewalt lebte. Sehr viele Studenten kamen zu jener Zeit zur selben Schlußfolgerung wie ich und mit der Zeit traten jene in Erscheinung, die wie ich dachten. Wir alle erachteten es als unsere Pflicht, den Leuten unsere Entdeckung mitzuteilen und irgendwie gegen den Triumph des Bösen zu handeln.“

Hier ist etwas Ähnliches mit der idealistischen Jugend im Westen und hier ist das Erwachen eines Bewußtseins für Wahrheit und höhere Werte, wie es in diesem Alter allgemein erfahren wird — mit der wichtigen Ausnahme, daß der Hintergrund dieser Erfahrung in Rußland ein schwieriges Leben, Leiden und Terror ist, während im Westen für gewöhnlich ein voller Bauch, ein leichtes Leben und eine Fülle von Freizeit vorherrscht. Im Westen hat diese jugendliche Erfahrung aus unterschiedlichen Gründen zu den zahlreichen Demonstrationen in den vergangenen Jahrzehnten geführt, einige von ihnen von äußerst niedrigem und unwürdigem Niveau. In der UdSSR ist das Ergebnis indes ein anderes.

„Doch der KGB schaut sorgsam nach allen Bürgern der UdSSR. Und als wir uns am 7. November 1958 zu einem Organisationstreffen versammelten (ich war damals 21 Jahre alt), um die Frage nach einem Untergrund-Samizdat zu entscheiden, wurden sechs von uns verhaftet und alle, die nicht bereuten, erhielten die Höchststrafe wegen anti-sowjetischer Agitation — jeder sieben Jahre Konzentrationslager. So begann in meinem Leben ein neuer Weg.“

Es sollte vermerkt werden, daß nichts über irgendeine religiöse Bekehrung gesagt wird. Dies ist immer noch jugendlicher Idealismus darüber, im Gulag auf die Probe gestellt zu werden.

„Alle zehn waren wir Atheisten und Marxisten des Lagers ‚Euro-Kommunist‘. Das heißt, wir glaubten, der Marxismus in sich selbst, sei eine wahre Lehre, welche die Leute in eine lichte Zukunft führte, ins Reich der Freiheit und der Gerechtigkeit. Und die Kriminellen aus Moskau wollten diese Lehre nur nicht im Leben anerkennen. Im Konzentrationslager erstarb diese Idee vollständig und auf immer in uns.“

Und jetzt beginnt die geistliche Wiedergeburt.

„Ich möchte etwas vom Prozeß der geistlichen Wiedergeburt offen legen, damit ihr sehen könnt, wie unfehlbar er in den Russen vor sich geht. Nicht nur ich und jene mit mir waren es, die jenen geistlichen Weg vom Marxismus zum religiösen Glauben durchmachten … Dies ist eine typische Erscheinung der sowjetischen Konzentrationslager.“ (Er erwähnt Vladimir Osipov und Diakon Barsanufi Haibulin als Beispiele jener, die als Atheisten in die Konzentrationslager kamen und sie als orthodoxe Gläubige verließen.) „Was geht mit diesen Russen vor sich? Der Prozeß der geistlichen Wiedergeburt hat zwei Stufen. Zunächst erwägen wir die Essenz des Marxismus und werden von jeglichen Illusionen diesbezüglich befreit. Unter einer tiefgreifenden und gedankenreichen Analyse entdecken wir, daß der Marxismus in seiner Essenz eine Lehre des vollständigen Totalitarismus ist, das heißt, absolute kommunistische Sklaverei. Und wenn sie einmal die Verwirklichung des marxistischen Programms unternommen hat, wird jede kommunistische Partei in jedem Land gezwungen zu wiederholen, was die Moskauer Kommunisten getan haben und tun, oder sie muß dem Marxismus eine Absage erteilen und sich selbst liquidieren. Wenn wir diese schlichte Wahrheit einmal verstanden haben, verlieren wir die ideologische Basis, mit welcher wir uns der marxistischen Sklaverei widersetzten.“

Diese Erfahrung ist nicht viel anders als das, was im Westen geschieht, wenn eine junge Person ihre Illusionen in Bezug auf Demokratie und Fortschritt verliert, auch wenn dies für gewöhnlich eine weniger extreme Erfahrung ist, als das was in Rußland geschieht, wo der Kommunismus praktisch „Staatsreligion“ ist. Doch die nächste Stufe der „geistlichen Wiedergeburt“ geschieht in Rußland unter ganz anderen Umständen.

„Wenn wir ins Lager kommen, sind wir Russen von Feinden umgeben, weil die Nationalisten jeglicher Färbung (Ukrainer, Balten, Armenier, Usbeken und andere) die historische Einzigartigkeit der marxistischen Diktatur nicht begreifen, gehen sie den Weg des geringsten geistigen Aufwands und identifizieren die internationale Macht (des Kommunismus) mit der orthodoxen Monarchie und klagen uns Russen des Chauvinismus an. So gibt es nirgends Rettung: Einerseits vernichten uns die Kommunisten, andererseits bereiten die Nationalisten das Gleiche für uns vor. Wenn wir aus dem Lager befreit sind, sind unsere Aussichten so, wie wir es keinem Feind wünschen möchten: Entweder ins Lager zurückzugehen um für den Rest unseres Lebens dort zu bleiben oder in einem psychiatrischen Gefängnis zu sterben oder sich durch die Tschekisten ohne Gerichtsverfahren und Untersuchung ermorden zu lassen.

In dieser Verfassung der geistlichen Krise ohne Ausweg kommt unausweichlich die Hauptfrage zum Weltbild auf: Wozu lebe ich, wenn es keine Rettung gibt? Und wenn dieser angsterfüllte Augenblick kommt, fühlt ein jeder von uns, daß der Tod ihn schon an der Gurgel gepackt hat: Wenn keine Antwort irgendeiner Art kommt, gelangt das Leben zu einem Ende, weil ohne Gott nicht nur ‚alles erlaubt ist‘, sondern das Leben selbst keinen Wert und keinen Sinn hat. Ich sah im Lager, wie Leute ihren Verstand verloren und im Selbstmord endeten. Und ich selbst spürte deutlich, wenn ich nach alledem zur unverrückbaren und endgültigen Schlußfolgerung kommen sollte, daß es keinen Gott gibt, dann bin ich schlicht verpflichtet, im Selbstmord zu enden, weil es für ein Geschöpf mit Vernunft schändlich und herabsetzend ist, ein sinnloses und peinigendes Leben auszustehen. So entdecken wir auf der zweiten Stufe der geistlichen Wiedergeburt, daß der Atheismus bis zu seinem logischen Ende gedacht einen Menschen unausweichlich ins Verderben bringt, weil es eine Lehre der Unsterblichkeit, des Bösen und des Todes ist.“

Diese Erfahrung ähnelt auch dem, was gewisse westliche Konvertiten erfahren haben. Doch die Dringlichkeit der Situation auf Leben und Tod, in der er sich vorfand, von Angesicht zu Angesicht mit dem sowjetischen Terrorapparat, ergreift eine tiefere Ebene, als wir hier es je erfahren haben.

„Ein tragisches Ende (Selbstmord oder Irrsinn) wäre auch mein Los gewesen, wenn zu meinem Glück sich am 1. September 1962 nicht das größte Wunder in meinem Leben ereignet hätte. An jenem Tag geschah nichts, es gab keine Impulse von außen. Ganz allein dachte ich über mein Problem nach: ‚Sein oder nicht sein?‘ Zu jener Zeit hatte ich mir schon hinlänglich vergegenwärtigt, daß der Glaube an Gott rettet. Ich wollte wirklich sehr an Ihn glauben. Doch ich konnte mich nicht täuschen: Ich hatte keinen Glauben.

Und plötzlich kam da eine Sekunde, als ich zum ersten Mal irgendwie sah (als ob sich eine Tür geöffnet hätte aus einem dunklen Raum heraus auf eine sonnige Straße), und in der nächsten Sekunde wußte ich schon mit Sicherheit, daß es Gott gibt und daß Gott jener Jesus Christus der Orthodoxie ist, und nicht ein Hindu, ein Buddhist, ein Jude oder ein anderer Gott. Ich nenne diesen Augenblick das größte Wunder, weil dieses genaue Wissen nicht zu mir kam durch räsonieren (das weiß ich sicher) sondern irgendwie anders. Und ich bin außerstande, diesen Augenblick rational zu erklären … Und durch ein solches Wunder begann mein geistliches Leben in Konzentrationslagern und Gefängnissen und in einer erzwungenen Emigration. Ich hoffe, Gott wird mir helfen, all die Schwierigkeiten eines Emigrantenlebens zu ertragen.

Und dieser ‚Augenblick des Glaubens‘, dieses größte Wunder wird jetzt in Rußland von Tausenden erfahren und nicht nur in Konzentrationslagern und Gefängnissen. Igor Ogurtsov, der Gründer der Social-Christian Union kam nicht in den Lagern zum Glauben, sondern an der Universität. Die religiöse Wiedergeburt ist ein typisches Phänomen im zeitgenössischen Rußland. Alles, was geistlich lebendig ist, kehrt unausweichlich zu Gott zurück. Und es ist absolut offensichtlich, daß ungeachtet der ganzen Macht der kommunistischen Politik ein solches rettendes Wunder nur vom allmächtigen Gott vollzogen werden kann, Der das russische Volk nicht in schrecklichem Leiden und in scheinbarer vollständiger Verteidigungslosigkeit gegenüber den vielen Feinden gelassen hat.“

Die vom Heiligen Licht gespaltene Säule (1579 n. Chr.)

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ABEL LETTERS

Die vom Heiligen Licht gespaltene Säule (1579 n. Chr.)

Quelle:

http://www.skarlakidis.gr/de/thema/18–1579-.html

Am Großen Samstag des Jahres 1579 verbot der türkische Herrscher dem griechischen Patriarchen und den orthodoxen Gläubigen, laut der Kirchenchronik der Stadt Jerusalem, die Auferstehungskirche zur traditionellen Feier des Heiligen Lichts zu betreten.

Die Schriften, die die Tatsache erwähnen, geben nicht das genaue Jahr an. Sie geben aber an, dass zu jener Zeit Sophronios Patriarch von Jerusalem war und die Patriarchen von Konstantinopel, Alexandrien und Antiochien in eben dieser Reihenfolge Jeremias, Silvester und Joachim waren; wie auch, dass der Sultan des Osmanischen Reiches Murat III. war.1

Wenn wir in offiziellen Katalogen (oder auf Webseiten) diese vier Patriarchen suchen, finden wir, dass die vier griechisch-orthodoxen Patriarchen ihr Amt tatsächlich in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ausübten; und wenn wir bei jedem den genauen Zeitraum der Amtszeit als Patriarch überprüfen und mit der entsprechenden Herrschaftsperiode von Murat III. vergleichen, so ergibt sich als einziges Jahr, in dem die Verwaltung der fünf Männer zusammenfiel, das Jahr 1579.2

Hof und Eingang der Auferstehungskirche.

Nach den schriftlichen Quellen verbot am Großen Samstag jenes Jahres eine Gruppe türkischer Soldaten den Orthodoxen, infolge von Einmischungen seitens der Armenier, den Zutritt zur Auferstehungskirche. Die Menge der Gläubigen blieb den ganzen Tag über im Hof der Kirche, auch noch nach Sonnenuntergang.

Für Patriarch Sophronios IV., der das erste Jahr seines Amtes als Patriarch waltete, war es das erste Mal, die wichtigste Feier des Jahres zu vollziehen, doch die Türken entzogen ihm sein legitimes Recht.

Der Patriarch stellte sich betend an die linke Seite des Eingangs zur Kirche, in die Nähe einer Säule; und plötzlich, als schon die Nacht angebrochen war, zerriss die Säule und das Heilige Licht entsprang aus ihrem Inneren.

Der Patriarch zündete sofort seine Kerze an und verteilte das Heilige Licht an die Gläubigen. Innerhalb weniger Minuten verbreitete sich die Heilige Flamme auf alle Anwesenden und der Kirchenhof war hell erleuchtet. Die überraschten türkischen Wächter öffneten daraufhin die Türen der Kirche und der Patriarch zog gemeinsam mit der Menge der Orthodoxen festlich zum Allheiligen Grab.

Die gespaltene Säule links vom Eingang zur Kirche mit dem Autor daneben. Der Riss hat eine Höhe von 1,20 m und sieht wie eine aufsteigende Flamme aus.

Die Ereignisse dieses Tages sind in allen sogenannten Pilgerbüchern von Jerusalem, den Wegweisern für die Pilger der Heiligen Stätten, verzeichnet. Das älteste dieser Pilgerbücher, in dem der Riss der Säule erwähnt wird, ist in einer kostbaren Handschrift enthalten, die sich in der Bibliothek von München befindet.

Es handelt sich um den Codex Monacensis Gr. 346,[3] der das Pilgerbuch des Priestermönchs Anania enthält. Diese Handschrift, 1634 von dem Kreter Priestermönch Akakios geschrieben, ist eine Abschrift des ursprünglichen Werks von Priestermönch Ananias, das 1608 geschrieben wurde, d.h. 29 Jahre nach dem von ihm geschilderten Wunder. Ananias hatte also die Möglichkeit, Weiterlesen „Die vom Heiligen Licht gespaltene Säule (1579 n. Chr.)“

Beichte: Christus schickte Apostel Paul zu einem Beichtvater – Pfarrer Johannes Kostof

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EDELWEISS OF MY HEART

Beichte: Christus schickte Apostel Paul zu einem Beichtvater

Pfarrer Johannes Kostof:

Ein Altvater (Beichtvater) vom Berg Athos in Griechenland sagte: “Die hohe Kunst ist wie man sich selbst rettet, um die Ewigkeit zu gewinnen und für diese Kunst braucht man einen Lehrer. Man kann die Kunst nicht nur aus den Büchern lernen.
Deshalb hat Christus, als er dem Apostel Paul erschien, ihn sofort zu einem Beichtvater, dem Apostel Ananias geschickt. Er sollte ihn belehren und beraten”.

Predigt über die Gnade des Schächers – Hl. Johannes Maximowitsch (+1966)

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ST JOHN MAXIMOVITCH OF SAN FRANCISCO

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Hl. Johannes Maximowitsch

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Predigt über die Gnade des Schächers

Hl. Johannes Maximowitsch (+1966)

Quelle:

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ORTHODOXIE IN DEUTSCHLAND

“Einer der gehängten Verbrecher lästerte Ihn und sagte: «Bist Du nicht der Messias? Dann hilf Dir selbst und uns!» Der andere aber wies ihn zurecht und sagte: «Hast du nicht einmal Furcht vor Gott, der du das gleiche Gericht erleidest? Wir leiden zu Recht, denn wir empfangen, was unsere Taten verdienen: Dieser aber hat nichts Unrechtes getan. Und er sprach zu Jesus: «Gedenke meiner, wenn Du in Dein Reich kommst!» Er erwiderte ihm: «Wahrlich, ich sage dir, heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein!” (Luk 23,39-43)

So berichtet der heilige Evangelist Lukas über die Bekehrung und Begnadigung des Schächers durch Christus, der neben Ihm am Kreuz auf Golgatha gehängt wurde.

Womit hat sich der Schächer eine solche Gnade erworben? Wie bewirkte er eine so schnelle und entschiedene Antwort des Herrn? In der Hölle befanden sich noch alle alttestamentlichen Gerechten, einschließlich des Heiligen Johannes des Vorläufers. In die Hölle zu gehen bereitete sich der Herr selbst vor, natürlich nicht , um dort zu leiden, sondern um die dort Gefangenen herauszuführen.

Noch keinem hatte der Herr bisher verkündet, ihn in das Himmelreich zu führen, selbst den Aposteln verkündete Er nur, daß Er sie in Seine Wohnungen aufnehmen werde, wenn sie bereitet sind. Weshalb erlangte der Schächer vor allen anderen die Gnade? Warum öffneten sich ihm so rasch die Tore des Paradieses? Versetzen wir uns in den Seelenzustand des Schächers und in die ihn umgebende Lage. Sein ganzes Leben verbrachte er mit Raub und Verbrechen. Aber anscheinend starb in ihm nicht das Gewissen und in der Tiefe seiner Seele blieb etwas Gutes. Die Überlieferung sagt sogar, daß er eben jener Räuber war, dem zur Zeit der Flucht Christi nach Ägypten das wunderschöne Kind leid tat, so daß er nicht zuließ, daß Es seine Genossen töteten, die zusammen mit ihm die nach Ägypten fliehende Familie überfallen hatten. Erinnerte er sich nun vielleicht, als er das Antlitz des Allerhöchsten neben sich am Kreuz betrachtete? Aber sei es so gewesen oder auch nicht, auf alle Fälle weckte der Anblick Christi des Schächers Gewissen. Er hing jetzt neben einem Gerechten “dem Schönsten und Besten aller Menschensöhne”, welcher zu diesem Zeitpunkt “ohne Ansehen und kleiner als alle Menschensöhne” war, Der weder Gestalt noch Ansehen hatte” (Jesaja). Auf Ihn schauend kam der Schächer im wahrsten Sinne des Wortes wie aus einem Tiefschlaf wieder zur Besinnung. Er erkannte deutlich den Unterschied zwischen Ihm und sich selbst . Dieser ist zweifellos ein Gerechter, der sogar Seinen Folterern verzeiht und für sie zu Gott betet, Welchen Er als Seinen Vater bezeichnet. Und er, ein mehrfacher Mörder, der das Blut vieler Menschen vergossen hat, die ihm nichts Böses getan hatten. Indem er auf Den am Kreuz Hängenden blickte, erkannte er tatsächlich im Spiegel seinen Weiterlesen „Predigt über die Gnade des Schächers – Hl. Johannes Maximowitsch (+1966)“