Beichte: Christus schickte Apostel Paul zu einem Beichtvater – Pfarrer Johannes Kostof

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Beichte: Christus schickte Apostel Paul zu einem Beichtvater

Pfarrer Johannes Kostof:

Ein Altvater (Beichtvater) vom Berg Athos in Griechenland sagte: “Die hohe Kunst ist wie man sich selbst rettet, um die Ewigkeit zu gewinnen und für diese Kunst braucht man einen Lehrer. Man kann die Kunst nicht nur aus den Büchern lernen.
Deshalb hat Christus, als er dem Apostel Paul erschien, ihn sofort zu einem Beichtvater, dem Apostel Ananias geschickt. Er sollte ihn belehren und beraten”.

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Der selige Paisios, der Agiorit, Griechenland (+1994)

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SAINT PAISIOS OF MOUNT ATHOS

Der selige Paisios, der Agiorit, Griechenland (+1994)

Quelle:

Der selige Paisios, der Agiorit

Der selige Paisios, der Agiorit

ORTHODOXE EINHEIT

Mit Beschluss der ständigen Synode des Ökumenischen Patriarchats in Konstantinopel wurde am Dienstag, 13. Januar 2015, der Mönch Paisios der Agiorit in den Heiligenkalender der Orthodoxen Kirche eingetragen. Die Freude ist groß, denn der neue Heilige der Kirche ist vielen Menschen persönlich bekannt, hat vielen Gläubigen geholfen, ist wegweisend in seinen Schriften. Wer ihm begegnen durfte, erlebte reine Liebe und absolute Demut, einen Gottes- und Menschenfreund.

Gerontas Paisios stammt aus Kleinasien, wo er am 25.7.1924 im Dorf Phásara als siebtes von 10 Kinder der Prodromos und Evlogia Eznepidis (d.h. türkisch Ausländer) geboren wurde. Der Pfarrer des Ortes war der heilige Arsenios der Kappadokier (1841-1920), der bei der Taufe statt Christos seinen eigenen Namen dem kleinen Säugling gab. Nur wenige Tage wurde die griechische Enklave vertrieben und ausgesiedelt. Über Kerkyra und Igoumenitsa zog die Familie nach Kónitsa im Epiros. Der kleine Arsenios fiel schon früh durch sein Interesse am Lesen des Evangeliums und von Heiligengeschichten auf, er sonderte sich ab und versuchte das Gelesene nachzuahmen und asketisch zu leben. Später erlernte er die Holzschnitzerei, die er auch auf dem Athos ausübte. Im Alter von 21 Jahren wurde er 1945 zum Militärdienst eingezogen und als Funker im Bürgerkrieg gegen die kommunistischen Partisanen eingesetzt. Immer wieder benutzte er Begriffe und Bilder aus der Funkersprache, um das Verhältnis des Menschen zu Gott zu erklären.

Anschließend versuchte er 1949, auf dem Heiligen Berg Athos einen geistlichen Vater zu finden und begann 1950 im Kloster Esphigmenou das gemeinschaftliche monastische Leben. Sowohl sein asketischer Eifer wie auch seine Gnadengaben zeigten sich schon sehr früh. Eine Frucht seiner intensiven Lektüre geistlicher Schriften ist ein handschriftliches Heft, in dem der Selige wichtige geistliche Texte zusammengetragen hat. Dieses Heft wurde von Erzpriester Georgios Manos, Pfarrer der griechisch-orthodoxen Gemeinde in Hamburg, mit dem griechischen Titel „Texte der Reue und Beichte“ 2009 publiziert. 1954 wurde der Dokimos Arsenios im Alter von 30 Jahren zum Rason-Mönch Averkios geschoren.

Seit seinem ersten Athosbesuch folgte er dem Rat von Papa-Kyrillos in der Skiti Panteleimos unterhalb von Koutloumousiou, der später Abt des Klosters wurde. Dieser riet ihm nach seiner ersten Tonsur ins idiorhythmische Kloster Philotheou zu wechseln, welches mitten auf der Halbinsel abseits jeder Strassen und Schiffshäfen gelegen ist. Dort wurde er 1957 zum Mönch Paisios geschoren und erhielt das kleine S’chima. Vorher erkrankte er schwer und musste seine Lungen außerhalb des Heiligen Berges in Konitsa kurieren. Die Verbindung in die Heimat seiner Jugend blieb bestehen, und 1958 kehrte er wieder dorthin zurück, um das verbrannte Gottesmutterkloster Stomion aufzubauen und der protestantischen Mission unter den Flüchtlingen entgegenzuwirken. In dieser Zeit hob er auch die Reliquien des heiligen Arsenios, seines Taufpriesters, dessen Name er als Kind getragen hatte, aus dessen Grab. Später übergab er sie dem von ihm gegründeten Frauenkloster in Souroti. Außerdem schrieb er die Lebensgeschichte des Heiligen nieder.

1962 siedelte er ins Katerinenkloster am Berg Sinai in Ägypten und bezog eine Einsiedelei nördlich-östlich des Klosters gegenüber der Treppe zum Mosesberg mit einem einmaligen Blick auf beide Bergspitzen, der 10 Gebote und des Ortes, an dem die Gebeine der heiligen Katerina von den Engeln niedergelegt waren. Erzbischof Damianos war bereits damals im Kloster und in geistlicher Freundschaft dem seligen Paisios verbunden. Auch Tarfa, einen Ort auf dem halben Weg zwischen dem Kloster und Faran, der eine Einsiedelei für Nonnen geworden ist, hat der Heilige ausgesucht.

Da das Leben in der Felswüste des Sinai klimatisch hart ist, musste der selige Paisios 1964 seine Einsiedelei auf der Felswand der heiligen Galaktion und Epistimi wieder verlassen und ließ sich in der athonitischen Skiti des Klosters Iwiron nieder, stellte sich aber unter die geistliche Führung des russischen Priestermönchs Papa-Tychon im Kelli des Ehrwürdigen Kreuzes oberhalb von Stavronikita. Über diesen Gerontas, der ihn am 11.1.1966 des Großen S’chimas würdigte, hat der seligen Paisios später in seinem Buch über Athonitische Väter geschrieben. Damals wurde sein nicht auskuriertes Lungenleiden immer schlimmer, und schließlich verlor er bei einer Operation über die Hälfte seiner Lungen. Im folgenden Jahr wechselte er in den Erimos des Athos, die asketische Felsengegend am Athosmassiv in Katounakia, um sich im Kelli des Hypatios abgeschieden von allen Menschen ganz dem Gebet zu widmen. Er blieb aber nur ein Jahr, da er sein Versprechen einlösen wollte, dem späteren Abt Basileios von Stavronikita und Iwiron, den er aus der Skite Iwiron kannte, beim Aufbau des heruntergekommenen kleinen Athosklosters Stavronikita als Koinobion nach Kräften zu helfen. Dort konnte er auch in der Nähe seines geistlichen Vaters Tychon (1884-1968) leben, dessen Kelli er erben durfte. In diesem Kelli begann der Strom der Pilger und Hilfesuchenden, der sich fortsetzte und noch intensivierte, als der 1979 ins Kelli Panagouda wechselte.

Für viele Menschen wurde er Wegweiser, aber auch Fürbitter und auch Wundertäter. Wenn im Gottesdienst gesagt wird: „Auf die Gebete unserer heiligen Väter …“ so können viele Menschen bezeugen, dass sie aufgrund der Gebete des seligen Vaters Paisios lebten und geistliche Fortschritte machten. Vor allem aber seine Menschliebe, Freundlichkeit aber auch Direktheit in der Anrede und im Urteil zogen die Menschen an und halfen ihnen zur Selbsterkenntnis und zur Rückkehr auf den gottgewollten Weg.

Auch die drei Klöster auf der Chalkidiki lebten von seiner Führung und Wegweisung, aber auch seinen Gebeten: die beiden Frauenklöster des hl. Evangelisten Johannes, des Theologen in Souroti und des hl. Vorläufers Johannes in Metamorphosi sowie das Männerkloster des hl. Arsenios, dessen Ort in der Gemarkung Batopaidi in der Nachbarschaft von Ormilia der selige Gerontas selbst ausgewählt hat. Glücklicherweise können wir heute viele seiner Weisungen in den gesammelten Schriften nachlesen und auf uns selbst beziehen.

Sein durch Askese, schwere Arbeit, strenges Fasten und Gebet, aber auch Krankheiten geschwächter Leib erkrankte schließlich so schwer, dass er den Athos verlassen musste. Nach einer halbjährigen Leidenszeit mit Krebs, Operationen und Therapien starb er am 12. Juli 1994 im Alter von 70 Jahren im von ihm gegründeten Kloster in Souroti, in dem er auch bestattet wurde. Nun ist seine von zahllosen Pilgern täglich besuchte Ruhestätte das Grab eines Heiligen unserer Orthodoxen Kirche, auf dessen Fürsprache wir Gläubigen leben und Gott sich unser erbarmen möge.

Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!

Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!

Eine andere Feier ╰⊰¸¸.•¨* Erlebnis des Metropoliten Athanasios von Lemessos (Zypern) beim Hl. Paisios

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SAINT PAISIOS OF MOUNT ATHOS

Eine andere Feier

Erlebnis des Metropoliten Athanasios von Lemessos (Zypern)

beim Hl. Paisios

Quelle:

http://www.orthodoxeeinheit.org/gerontas-paisios-der-agiorit/eine-andere-feier/

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ORTHODOXE EINHEIT

Am Vortag des Festes der Erhöhung des Ehrwürdigen Kreuzes im September 1977 ging ich zum Vater Paisios. Es war Montag. Ich klopfte in den frühen Morgenstunden an die Tür und der Vater Paisios öffnete.

Er war sehr glücklich und fröhlich. “Ein Glück, dass du gekommen bist, Diakon“, sagte er zu mir: „Ich habe morgen einen festlichen Gottesdienst. Sänger werden kommen, ich habe Fisch bestellt, doch es fehlte ein Diakon. Du bist gekommen, somit ist alles gut für das Fest.“ Er erzählte auch andere solche heiteren Dinge. Dann sagte er zu mir: „Du bleibst heute Nacht hier.“ Ich wusste, dass der Vater Paisios sonst niemanden über Nacht bei sich behielt. Als er es mir vorschlug, schwebte ich vor Freude.

Wir gingen in die Kirche, dort ordnete ich den Altar, wischte den Staub weg, fegte den Durchgang und erledigte noch andere verschiedene Arbeiten. Ich fühlte in mir eine große Freude. Mittags aßen wir gemeinsam. Er machte Tee, brachte Zwieback und erntete wildes Gemüse in seinem Garten.

Ich war beeindruckt von unseren Gebeten. Der Vater Paisios sagte das „Vater unser …“, hob die Hände und sagte es mit einer solchen Leidenschaft und Hingabe, als ob er wirklich mit Gott sprach.

Dann brachte er mich in eine Zelle, und ich ruhte mich für eine Stunde aus.

Danach beteten wir den kleinen Esperinos mit dem Kombos’chini.

Als wir fertig waren, sagte mir der Vater Paisios: „Schau Diakon, jetzt werden Weiterlesen „Eine andere Feier ╰⊰¸¸.•¨* Erlebnis des Metropoliten Athanasios von Lemessos (Zypern) beim Hl. Paisios“

Hl. Paisios: Das beste Totengedenken für die Entschlafenen

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SAINT PAISIOS OF MOUNT ATHOS

Hl. Paisios: Das beste Totengedenken für die Entschlafenen

Quelle:

http://www.orthodoxeeinheit.org/gerontas-paisios-der-agiorit/gerontas-paisios-das-beste-totengedenken-fur-die-entschlafenen/

http://www.orthodoxeeinheit.org/gerontas-paisios-der-agiorit/gerontas-paisios-das-beste-totengedenken-fur-die-entschlafenen/

ORTHODOXE EINHEIT

Das von allen beste Totengedenken, das wir für die Entschlafenen tun können, ist unser umsichtiges Leben, der Kampf, den wir unternehmen werden, um unsere Fehler abzuschneiden und unsere Seele zu läutern. Denn unsere eigene Freiheit von den materiellen Dingen und von den seelischen Leidenschaften hat außer unserer eigenen Erleichterung als Ergebnis auch die Erleichterung der entschlafenen Vorväter unseres ganzes Geschlechts. Die Entschlafenen empfinden Freude, wenn einer ihrer Nachkommen nahe bei Gott ist. Wenn wir uns nicht in einer guten geistlichen Lage befinden, leiden unsere entschlafenen Eltern, unser Großvater, unser Urgroßvater, alle Generationen. „Sieh, was für Nachkommen wir hervorgebracht haben“, sagen sie und sind bedrückt. Wenn wir jedoch in einer guten geistlichen Lage sind, freuen sie sich, weil auch sie Mitwirkende geworden sind, dass wir geboren wurden, und Gott ist auf eine gewisse Weise ‚verpflichtet’, ihnen zu helfen. Das also, was den Entschlafenen Freude machen wird, ist, dass wir uns anstrengen um Gott mit unserem Leben angenehm zu sein, so dass wir ihnen im Paradies wiederbegegnen und alle im ewigen Leben zusammen leben.

Folglich lohnt sich die Mühe, unseren alten Menschen zu geißeln, damit er neu werde und nicht mehr geschädigt werde, weder von sich selbst noch von anderen Menschen, sondern dass er sowohl sich selbst als auch den anderen hilft, denen, die leben, wie denen, die entschlafen sind.

Aus dem vierten Band der Worte des Gerontas Paisios des Agioriten, Familienleben, Souroti ³2004, S.279-280. Ins Deutsche übersetzt von p. Martinos Petzolt

Gerontas Paisios: Das beste Totengedenken für die Entschlafenen

Dialog mit protestantischen Priestern in Korea

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KOREA OF MY HEART

Dialog mit protestantischen Priestern in Korea

Quelle:

http://www.impantokratoros.gr/74D462E4.de.aspx

http://www.impantokratoros.gr/root.de.aspx

HEILIGES KLOSTER PANTOKRATOROS

Nach wiederholten Einladungen des Nationalen Kirchenrates von Korea (National Council of Churches in Korea = NCCK) an die Heiligen Metropolis von Korea, der sie als Vollmitglied bei sich aufzunehmen wünschte, wurde mit dem Segen des Ökumenischen Patriarchen die Einladung angenommen, unter der Voraussetzung, nur im Rahmen des theologischen Dialoges teilzuhaben, zugunsten des orthodoxen Bekenntnisses, ohne in politische oder andere Aktivitäten involviert zu werden.

Im Rahmen dieses Übereinkommens ist die Metropolis darum gebeten worden, Vorträge über die Orthodoxe Kirche vor protestantischen Pastoren der Städte Seoul, Tsountson und Tsontzou zu halten, die mit Rednern dem Ehrwürdigen Metropoliten v. Korea Herrn Ambrosios in Seoul und den koreanischen Priestern Vt. Jeremias Tzo in Tsountson und Vt. Hilarion Tzong in Tsontzou verwirklicht wurden.

Es folgt das Gespräch zwischen dem Ehrwürdigen und den Herren und Frauen Pastoren und Pastorinnen, das nach dem Vortrag in den zentralen Büroräumlichkeiten des NCCK in Seoul am Montag, dem 18.Juni 2012, stattfand.

ERSTE FRAGE: Stimmen Sie der Theorie der Römisch-Katholischen über Petrus und der „Petra“ (Fels) zu, die sie als Begründung für den Papstprimat angeben?

ANTWORT: Selbstverständlich nicht. Für uns Orthodoxe stellen sich die Dinge einfach und deutlich dar. Die Jünger, mit ihrem Haupt Jesus Christus, waren untereinander gleichberechtigt, und keiner von ihnen hat jemals daran gedacht, sich selbst als ersten und einzigen Stellvertreter Christi auf Erden Weiterlesen „Dialog mit protestantischen Priestern in Korea“

Die vom Heiligen Licht gespaltene Säule (1579 n. Chr.)

http://abelletters.wordpress.com

ABEL LETTERS

Die vom Heiligen Licht gespaltene Säule (1579 n. Chr.)

Quelle:

http://www.skarlakidis.gr/de/thema/18–1579-.html

Am Großen Samstag des Jahres 1579 verbot der türkische Herrscher dem griechischen Patriarchen und den orthodoxen Gläubigen, laut der Kirchenchronik der Stadt Jerusalem, die Auferstehungskirche zur traditionellen Feier des Heiligen Lichts zu betreten.

Die Schriften, die die Tatsache erwähnen, geben nicht das genaue Jahr an. Sie geben aber an, dass zu jener Zeit Sophronios Patriarch von Jerusalem war und die Patriarchen von Konstantinopel, Alexandrien und Antiochien in eben dieser Reihenfolge Jeremias, Silvester und Joachim waren; wie auch, dass der Sultan des Osmanischen Reiches Murat III. war.1

Wenn wir in offiziellen Katalogen (oder auf Webseiten) diese vier Patriarchen suchen, finden wir, dass die vier griechisch-orthodoxen Patriarchen ihr Amt tatsächlich in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ausübten; und wenn wir bei jedem den genauen Zeitraum der Amtszeit als Patriarch überprüfen und mit der entsprechenden Herrschaftsperiode von Murat III. vergleichen, so ergibt sich als einziges Jahr, in dem die Verwaltung der fünf Männer zusammenfiel, das Jahr 1579.2

Hof und Eingang der Auferstehungskirche.

Nach den schriftlichen Quellen verbot am Großen Samstag jenes Jahres eine Gruppe türkischer Soldaten den Orthodoxen, infolge von Einmischungen seitens der Armenier, den Zutritt zur Auferstehungskirche. Die Menge der Gläubigen blieb den ganzen Tag über im Hof der Kirche, auch noch nach Sonnenuntergang.

Für Patriarch Sophronios IV., der das erste Jahr seines Amtes als Patriarch waltete, war es das erste Mal, die wichtigste Feier des Jahres zu vollziehen, doch die Türken entzogen ihm sein legitimes Recht.

Der Patriarch stellte sich betend an die linke Seite des Eingangs zur Kirche, in die Nähe einer Säule; und plötzlich, als schon die Nacht angebrochen war, zerriss die Säule und das Heilige Licht entsprang aus ihrem Inneren.

Der Patriarch zündete sofort seine Kerze an und verteilte das Heilige Licht an die Gläubigen. Innerhalb weniger Minuten verbreitete sich die Heilige Flamme auf alle Anwesenden und der Kirchenhof war hell erleuchtet. Die überraschten türkischen Wächter öffneten daraufhin die Türen der Kirche und der Patriarch zog gemeinsam mit der Menge der Orthodoxen festlich zum Allheiligen Grab.

Die gespaltene Säule links vom Eingang zur Kirche mit dem Autor daneben. Der Riss hat eine Höhe von 1,20 m und sieht wie eine aufsteigende Flamme aus.

Die Ereignisse dieses Tages sind in allen sogenannten Pilgerbüchern von Jerusalem, den Wegweisern für die Pilger der Heiligen Stätten, verzeichnet. Das älteste dieser Pilgerbücher, in dem der Riss der Säule erwähnt wird, ist in einer kostbaren Handschrift enthalten, die sich in der Bibliothek von München befindet.

Es handelt sich um den Codex Monacensis Gr. 346,[3] der das Pilgerbuch des Priestermönchs Anania enthält. Diese Handschrift, 1634 von dem Kreter Priestermönch Akakios geschrieben, ist eine Abschrift des ursprünglichen Werks von Priestermönch Ananias, das 1608 geschrieben wurde, d.h. 29 Jahre nach dem von ihm geschilderten Wunder. Ananias hatte also die Möglichkeit, Weiterlesen „Die vom Heiligen Licht gespaltene Säule (1579 n. Chr.)“